Dienstag, 10. September 2019

Biest

Ein leises Echo,
tief in meiner Brust,
ein Inferno,
das ich nicht beherrschen kann,
muss ich doch ertrinken,
in dieser Nacht,
wie auch in jeder anderen,
bin ich nur verloren.

Bist du die Erlösung,
bist du ein Geist?

Oh so fremd,
mir meine Gedanken,
oh so ziellos,
bleibe ich stehen.

Gestern war ich verloren,
heute in wacher Trauer,
kann ich nicht sehen,
oh blinde Hölle,
wer kann mir sagen,
was ich bin?

Ein Gedanke,
ein blöder Gedanke,
und wieder doch nichts,
bin ich weiterhin verloren,
ein Geist und Teufel,
ein verzweifelter Versuch,
zu verstehen,
nein zu hören,
zerfressen von der Stille,
und wieder nur unberührt.

Verliebt in den Mond,
verblute ich,
verende ich mir selbst,
mein Stern,
in tiefschwarzer Nacht,
ein einzelnes Pochen,
und Pochen,
und Pochen,
verfluchte Illusion,
verdammte Hoffnung,
die doch keine ist,
bin ich ohne Worte,

bleibe alleine hier zurück,
ermordet selbst mein Spiegelbild,
das Blut an meinen Händen,
kalt und schwarz,
und leer.

Montag, 27. Juli 2015

Gedankenspiel

Dem Blute entflogen,
schreibe ich auf alten Schwingen,
zu oft gefangen in verlorenen Strukturen,
zu oft verloren in tagloser Welt,
schreibe ich Verderben in das Graue,
und spüre wie mich der Äther quält,
das Meisterspiel aus kalten Drähten,
schneidet sich in mein rostiges Fleisch,
Worte erheben sich aus alten Gräbern,
fordern mir ihren faulig Preis.

Wer bist du?

Immer noch zu wandern,
wo alle Wege verdorrt,
immer noch zu atmen,
wo Leere dich erstickt,
frage ich nach deinem Namen,
doch blickst du nicht zurück,
Spiegelbild einer Erinnerung,
wage ich nicht dich zu erkennen,
eine Berührung auf staubigem Papier,
brennend meiner Worte Manifest.

Oh umarme die Leere,
verkoste das Fleisch,
aus rostigen Gedanken,
forme ich bleich,
nicht gewagt zu denken,
zu schreiben schon vergessen,
den Tod wiederholt betrogen,
mein eigenes Vermessen,
den Abend aller Tage,
und wieder von vorn,
den Anfang ohne Ende,
aus Trümmern geborn,
bin ich Schöpfer,
und Zerstörer zu gleich,

vergessend den Takt meiner Seele.

Montag, 22. September 2014

Traumdeutung

Ein Traum eröffnet,
heulende Wellen in der Nacht,
Fleisch das um Seelen zaudert,
tanze ich durch schwarze Hast,
kann nicht sehen wohin,
oder auch woher ich komm,
bleibt mir eine alte Seele,
die mich nicht beim Namen nennt.

Eine Berührung mich verbrannt,
zu Leben wieder vernichtet,
löscht mein Zunder alte Trauer,
lässt mich heut in Feuer schreien,
gelöste Siegel kreischen weiter,
fordern mich zur neuen Zeit,
im Blut meiner Seele verzweifelt,
bitte ich um fehlend Halt.

Bitte   bleibe ich verdammt,
lass   meine Seele nicht alleine,
mich   selbst schon wieder vergessen,
dich   heute schon verloren geglaubt,
verstehen   wir keine Gedichte mehr.

Eine einfache Bitte bleibt oft ungehört.

Samstag, 13. September 2014

Kaltes Licht

In Wasser getaucht,
versinkt die Seele wieder,
gefangen in einem Lied,
das mich nicht sterben lässt,
ein See aus kalten Tropfen,
gefangen in so schwarzem Meer,
komme ich mir ziemlich verloren vor,
und wünsche zu vergehen.

Hörst du meine Gedanken?

Dein Licht vergeht nicht,
macht mich blind in der Nacht,
zwingt mein Herz zu atmen,
erschüttert den Brunnen meiner Seele,
der noch immer nach Stille schreit,
ohne begriffen zu haben,
dass ich die Melodie vermisse,
und die Ruhe mich ertränkt.

Haben wir überhaupt eine Wahl?

Die Zeit schreitet stetig weiter,
grausame Asche alter Gedanken,
zerfällt ewig zurück in das Nichts,
die kalte Ewigkeit und Leere,
hat wieder vergessen,
ich bin schon lange tot,
und was mir bleibt,
ist eine alte Melodie.

Dein Licht.

Sonntag, 3. August 2014

Resonanz

Ein Klang bricht,
brennt sich durch die Haut,
umzingelt die Seele,
lässt die Funken schmerzhaft tanzen,
bis die Erinnerung wieder klar,
ein Fegefeuer im ewigen Paradies,
ist dies nicht wünschenswert?

Oh verlorene Seele,
wie kannst du nur wandeln,
die Musik als Chaos deiner Selbst,
suchst du noch immer Klänge,
blutig getrieben durch jenen Rhythmus,
den das Herz dir noch immer singt,
liegen Qual und Leben doch so nah,
vereint in ewiger Umarmung,
kannst du sie weder erreichen,
noch ihnen entkommen.

Was soll ich nur tun?

In den Augen ruht eine Tiefe,
bricht nicht aus mir heraus,
schreit deinen Namen,
und wagt nicht ihn zu sprechen,
hält mein Herz in eisiger Faust,
summt den Klang deiner Seele,
und wünscht sich am Ende nur,

dein Erklingen.

Kannst du das verstehen?

Sonntag, 22. Juni 2014

Scherbenfall

Scherben fallen,
brechen lautlos auf dem Boden,
kein Blick verschwendet,
Blut klebt wirklich überall,
der Takt manchmal stumm,
und doch wieder geschlagen,
gefangen in der Unregelmäßigkeit,
brennt er sich lautlos durch die Haut.

Kannst du das Tor zur Hölle sehen?

Sekunden vergehen,
meine Knochen drehen sich leise weiter,
marschieren ohne sich zu bewegen,
ein dumpfer Klang schwerer Melodien,
ertränkt in ihrer Disharmonie,
immer noch schreiend,
kann ich es immer noch hören,
schon lange taub und blind,
und durch die Musik gebrochen,
gibt es dennoch kein Entkommen,
ein Klang,
unfähig zu verhallen.

Wo mag die Seele aufhören,
und der Körper beginnen?

Der Geist verkrüppelt,
geführt an dünnen Fäden,
singt die Welt ihr altes Lied,
Vibrationen im Fleisch,
ein unsterblicher Gedanke,
der Königin letzter Ritter,
gebunden an seinen Eid.

Ich habe schon lange begriffen,

dies ist meine Hölle.

Sonntag, 6. April 2014

Eiskönigin

Die Welt ist gefroren,
dein Herz ist aus Eis,
kalt weht der Wind,
die tote Erde schon erstarrt,
lässt mich dein Atem gefrieren,
eine Berührung aus Schmerz.

Willst du mich nicht umarmen?

Mein Herz schlägt langsam,
brennt in deiner Gegenwart,
zuckt wieder und wieder im Takt,
komm doch einen Schritt näher,
lass mich deine Kälte spüren,
mag ich doch auch erfrieren,
bringt mir dein Eis kein Leid,
das Licht gebrochen in endlose Farben,
unendliche Summe im Amethyst.

Was magst du nur denken,
mich so vor dir zu sehen?

Deine Augen leuchten,
gefangen im Mondschein,
sehe ich die Spieglung,
die der Zweifel in dir weckt,
die Furcht zu berühren,
kalter Finger des Todes,
bleibst du wieder allein zurück,
und doch bleibe ich hier.

Berühr mich doch endlich,
lass meine Seele gefrieren,
in ewiger Umarmung will ich verbleiben,
vereist bis in die Tiefe meiner Seele,
und doch nicht gewillt dich loszulassen,
bitte ich dich wieder und wieder zu verstehen,
dass die Welt für uns so sein muss,
kann mein Herz doch nur schlagen,
solange es dich gibt.

Du bist nicht allein.

Donnerstag, 3. April 2014

Flug des Phönix

In der Dunkelheit versunken,
fallen Lichter auf mich herab,
brennen sich leise in offene Wunden,
künden von der Gedanken Grab,
ihrer süßen Sterblichkeit,
der ich nicht entrinnen möchte,
ihrer widerhallenden Melodie,
die ich noch immer höre,
bis sie doch unsterblich ist,
gebrannt in meine Haut.

Die Seele entflammt,
brenne ich in deinen Armen,
verloren in kalten Augen,
versuche ich dich doch zu wärmen,
bevor ich erneut verglühe,
in schwarzen Flamme auferstehe,
und als Toter unter den Lebenden wandel,
der ich im Herzen immer war.

Kannst du meinen Pulsschlag hören?

Echo meines Seins,
erreiche meine eigene Stimme nicht,
Schlacht der Dämonen erneut erbrannt,
bin ich doch bloß Sklave meiner Gedanken,
bitte ich dich wieder mal erneut,
zeichne meine Seele,
wie nur du sie sehen kannst,
Opfergabe für einen Blinden,
wieder in schwarzen Flammen stehend,
brennend in dem quälendem Feuer,
dass mich doch am Leben hält.

Was ist ein Phönix ohne die Magie,
die ihm das Leben schenkt?

Nur verloren.


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