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kreatives

Sonntag, 6. Dezember 2009

Der Übergang

Es ist diese Stille,
geschaffen durch meinen Willen,
die unaufhaltsam Tore öffnet,
die ich nicht mal zu sehen gewagt habe,
die mir weist die Wege durch alte Pforten,
die in mir selbst zu ruhen schienen,
ohne dass ich sie je versiegelt habe,
fern eines Gefühles von Wahrnehmung,
verblieb ich stets in meinem Leib,
doch bereue ich vielleicht nun,
meine Augen geöffnet zu haben?

Ich sehe wie sie herausströmen,
greifend nach meinen Armen,
mich zu ziehen an dunkle Orte,
die ich eigentlich nie erreichen wollte,
ihr Antlitz ist das einer Armee,
die schon zu lange gewartet hat,
kalt und hasserfüllt rufend meinen Namen,
auf dass ich eintrete in ihr Reich,
in das nie eine lebende Seele getreten,
bilden sie fast schon einen todbringenden Sog,
den ich nur zögerlich zu folgen bereit,
kenne ich doch nicht das Ende dieses Weges,
oder ist dies vielleicht erst der Anfang?

Langsam nähere ich mich einem Tor,
dessen Namen geschrieben in Runen,
die ich nicht zu begreifen verstehe,
spüre ich nur ihre kalten Rufe,
die bedrohlich mein Herz umschlingen,
bis dieses ebenfalls eine Stille erreicht,
die gefordert zu durchschreiten jenes Portal,
hinter dem sich nur eine Finsternis verbirgt,
die ich nicht zu durchblicken vermag,
ist mir doch noch nicht mal klar,
ob dahinter überhaupt noch etwas lauert.

Ich spüre wie das Gemäuer um mich erkaltet,
sich langsam beginnt zu krümmen in einer Art,
die ich nur als entfremdend zu beschreiben mag,
wird mir hier doch nur nach und nach bewusst,
dass dieses Gemäuer mein eigener Leib ist,
den ich reuelos zurückließ an jenem Ort,
den man als die Realität zu bezeichnen pflegt,
obgleich ich vielleicht an diesen Ort zurückkehren sollte?

Jetzt stehe ich an der Schwelle,
die ich schon halb durchquert habe,
durchflutet mit einem Meer der Wahrnehmung,
das leise meinen Verstand ins Wanken bringt,
bis ich mir nicht mal mehr ganz bewusst,
wieso ich eigentlich jene Stille schuf,
die ich nun fast zu verlassen wage.

Nur kurz fasse ich einen Entschluss und drehe um.

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Letztendlich sah ich keine Ente,
sondern viel eher eine Gans.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Dezemberschnee

Kalt fegt der Wind durch die Stadt,
ist diese schon lange vorbereitet,
gewillt zu feiern das alte Ritual,
singend von einer dunklen Nacht,
beschwörend Geister vergangener Tage,
gestört in ihrer Ruhe wandelnd auf Erden,
erfüllt mit dem Hass hunderter Generationen,
verbrennend ein Neugeborenes jedes Jahr,
zu stillen den dunkelsten Durst der Rache.

So ist es jenes Kind,
das stirbt beim ersten Schnee,
gefeiert wie ein fallender Engel,
der nur geht in die dunklen Flammen,
um die Sünden seiner feigen Eltern zu zahlen,
welche jubelnd dem Feuer entgegen tanzen,
geblendet von ihrer eigenen Ignoranz,
ist diese schon geschrieben in heiligste Bücher,
die doch nur alte Märchen enthalten.

Das Kind wird zu Asche,
und die Nacht weicht dem Morgen,
die Feier ruft zum jähen Ende,
getränkt in dem Blut hunderter Tiere,
dessen Leiber unberührt zu faulen beginnen,
war es nur ihr unschuldiges Blut,
das die Kehlen der Blinden berühren sollte,
begleitet durch Worte der Danksagung,
die viel mehr denen einer Satire gleichen.

Der Dezemberschnee,
er ruft die Menschen jener Stadt,
zu tragen diese alten Kostüme,
die fern ihres wahren Selbst,
zu heucheln alte Legenden,
die niemand wirklich glaubt,
zu verbreiten ihre Irrwege,
bis kein Verstand mehr klar,
vergiftet durch eine Unwahrheit,
die ich nicht mal flüstere.

Gibt es wohl die Möglichkeit eines baldigen Erwachens?


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Manchmal ist es die Entfremdung,
die uns erst verdeutlichen kann,
wie absurd die Realität wirklich ist.

Könnt ihr nun klarer sehen?

Montag, 30. November 2009

Blutphönix

Ich stehe in meinem Blut,
sehe es fließen in Bahnen,
dunkelrot zeigend jene Varianz,
die in der Aufspaltung seiner Selbst ruht,
zeigt sie mir hunderte von Wegen,
kennt keiner einen Weg zurück,
auch wenn ich zugern verändern könnte,
was gemeißelt in ältesten Runen auf Stein,
die geschrieben für die Ewigkeit,
ohne je einen Menschen zu interessieren.

Immer langsamer fließt mein Blut,
und ich spüre mein Ende nahen,
mich führend an einen dunklen Ort,
den mein Verstand langsam begreifen kann,
aber dennoch seiner Absolutät ausgesetzt ist,
bittersüß schmeckend den Niedergang,
ohne wirklich mal bereuen zu können,
welchen Zweigen mein Leben folgte,
ohne die Antwort auf die letzte Frage,
was sein wird wenn mein Blut vertrocknet ist.

Meine Augen sind schon trüb,
aber dennoch halte ich meine Stellung,
wartend auf ein letztes Lied,
das vielleicht singt von bleibender Trauer,
oder eben von dem Stolz meines Weges,
mag er vielleicht auch schon auf der Endstrecke sein,
kennt keiner seine nächstfolgende Wendung,
auch wenn diese vielleicht noch so nah,
kann ich doch höchstens jene Gabe lernen,
die man Weisheit nennen kann.

Dies ist mein letzter Gedanke,
ich spüre wie er verhallt,
falle kalt und starr zu Grunde,
ohne ihn auch nur bedenken zu können,
verendet in einer Art die endlos scheint,
ohne mir auch nur eine Sekunde zu lassen,
verbleibe ich im Dunkeln über mein Sein,
ohne überhaupt noch irgendwie zu sein.

Doch wieso spüre ich wie mein Blut zu glühen beginnt,
und mein Geist mit einer Vitalität erfüllt wird,
die ich einfach als unsterblich zu verstehen glaube?

Vielleicht ist die Frage ja schon die Antwort.


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Nun mein Weg ist für mich ungesehen,
aber lässt mich das gleich mein Ende spüren,
oder gibt es mir die Gabe einer dunklen Akzeptanz?

Mittwoch, 25. November 2009

Tödlicher Stolz

Es ist euer Egoismus,
der meine Seele richtet,
mich ignorant zu Boden wirft,
in der Absicht eines Aufstiegs,
der gefüllt mit einer Torheit,
die ich euch nicht bieten werde,
selbst wenn dies mein Ende bedeutet.

Ich bin schon dem Tode nah,
spüre seine kalte Umarmung,
die ich nur zu gerne erwidre,
erfüllt mit einem dunklen Gefühl,
das bittersüß vom Abschied winkt,
den ich niemanden vergüten werde,
hat dies wohl auch keiner verdient,
keiner der verblendeten Meute,
welche nie zu denken gewagt hat,
was ich zu beenden bereit bin,
wenn die Zeit mir alle Wege raubt,
die nicht in die Verblendung führen.

Dies ist wohl mein Weg,
wenn vermutlich auch mein Letzter,
oder besteht vielleicht noch die geringe Chance,
dass ihr lernt mit euren Augen zu sehen,
was am Rande meiner Existenz liegt,
anstatt nur blind ins Leere zu greifen?

Ich wage es jedenfalls zu bezweifeln,
erfüllt mit einer beunruhigenden Gleichgültigkeit,
die nicht einmal mehr bereit ist zu sehen,
ob ihr mal für einen Moment inne hält,
erfüllt mit einer endlosen kalten Gewissenheit,
die euer Leben ohne zu zögern abwertet,
wissend das ihr weniger noch als Abschaum,
viel weniger noch als krankes Schlachtvieh,
besitzt dieses zumindest noch ein Maß an Intelligenz,
welches ihr eben so verkennt wie jene Gedankenebene,
auf der meine Seele ihrer Existenz ein Palast erbaute,
ohne diesen je betreten zu wollen.

Gewiss seid ihr die Masse aller Ignoranz,
die Manifestation des wirklich Niederen,
wahrlich gefüllt mit einem Charakter,
der menschlicher kaum sein könnte,
obgleich mein Hass in der Leere versinkt,
beginne ich mich wirklich etwas zu fragen,
das absurder kaum noch sein könnte.

Wieso vermag mein Vater nicht zu denken?

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Letztlich werden wir sehen,
wie nahe das Ende wirklich ist,
schlägt es doch immer dann zu,
wenn wir es am wenigsten erwarten.

Vielleicht werde ich ewig leben,
vielleicht bin ich morgen schon vergangen,
doch dies sei aus meiner Hand gelegt.

Dienstag, 24. November 2009

Sturm der Asche

Letztlich war hier Ruhe,
hier in den Tiefen der Ruine,
war sie schon immer verflucht,
getränkt in Blut alter Götter,
gefestigt mit Knochen eines Heeres,
dessen Bestimmung immer der Tod war,
gestorben um diesen Ort zu weihen der Nacht,
die apokalyptisch ihr Licht in die Hallen wirft.

Alles Leben ist verdammt,
zu beschreiten seinen Niedergang,
nur durch betreten jener Gemäuer,
die herzlos den Tod beschwören,
flüsternd die alten verhassten Formeln,
welche getragen durch den seichten Wind,
dich verführend wie eine Sirene,
deren Anblick nie geboren.

Es ist jene alte Ruine,
die meine Existenz rief,
meine dunkle Seele benannte,
nur um ewig zu beobachten,
wie ich eine Welt betrete,
deren Herr ich nie werden kann,
nur damit ich Wege beschreite,
die nicht geschaffen für ein Leben,
das bereits im Tod geboren wurde,
vermissend jene endlosstille Kälte,
die mir kein Lebenssinn schenken kann.

So kehre ich zurück an diesen Ort,
erfüllt mit einer schwarzen Stadt,
die niemals meine Seele verließ,
geschliffen durch jene Seele,
die meinen Leib wortlos zertrennte,
erfüllt mit der bitteren Erkenntnis,
dass kein Leben mir bringen kann,
was die gelobte Existenz erträglich macht.

So kehre ich hier her zurück,
zu schließen meine Augen,
zu lauschen jener Stille,
die kalt mein Herz umschließt,
mich spüren lässt die Umarmung,
die der Sensenmann mir verwehrt,
obgleich er sie mir täglich verspricht,
gar bin ich zurückgekehrt,
um ewig zu bleiben.

Doch alles was ich höre,
ist eine bittere Erinnerung,
sprechend enttäuschte Worte,
gleichermaßen hasserfüllt,
wie selbst dem Tode nahe,
mich werfend auf die Knie,
nur um mich gehen zu sehen,
nicht um meines eigenen Willens,
sondern bloß aus Egoismus,
getarnt unter einer Maske,
die man Mitgefühl nennt.

Letztlich war hier Ruhe,
doch nun weht hier ein Orkan,
wirbelnd Asche vergangener Tage,
nur für mein niedergehendes Leben,
das doch noch nicht ruhen darf,
gebunden an eine Existenz,
die besser Teil der Asche wäre.


So bleibe ich wohl noch eine Weile.

--------------------------------------------------------+


Meine Seele ist müde,
doch der Schlaf endet immer,
leider meist für den Tag,
wobei es doch die Nacht ist,
welche meine Seele verlangt.

Wie sollte ich also nicht müde bleiben,
wenn ich nicht mal existieren kann,
wie ich es denn zu wünschen wage?

Montag, 23. November 2009

Neue Täler und alte Monde

Gewiss sind wir nicht eins,
vielleicht waren wir es auch nie,
aber dennoch sind wir verbunden,
durch die Änderungen der Zeit,
die nun kalt unsere Seelen umarmen,
langsam auf der Zunge spürbar,
bittersüß und verstummend,
bis wir selbst das nicht mehr spüren.

Still scheinen alte Monde über uns,
zeugend von einer Vergangenheit,
die zeitgleich endlos entfernt,
sowie gerade erst vergangen,
erfüllt mit tiefen kleinen Schatten,
die wir schon vergessen haben,
waren sie vielleicht mal bedeutend,
sind sie jetzt nur noch Fassade,
verabschiedet in stiller Einsamkeit,
getränkt mit einem Glas rotem Wein.

So stehen wir vor diesen Tälern,
vielleicht nicht bei klaren Verstand,
aber fern einer jeden Vergangenheit,
die wir nicht als unsrige erachten wollen,
einsam wandernd durch eine Natur,
die neue Monde gebären wird,
die erneut unsere Leben zeichnen wird,
vielleicht auch mit mehr als Leere,
aber garantiert nicht mit weniger,
obgleich wir bereits erblindet scheinen,
meinen wir doch noch sehen zu können,
in welche Richtung wir einst verschwinden werden.

So ist es dein Mond im Norden,
der mir blaue Schatten ins Gesicht wirft,
voll einer nostalgischen Empfindung,
die durch chemischen Duft begleitet,
so ist es jener rote Mond im Süden,
der meiner Seele Spiegel bleibt,
werfend seine Schatten in deine Richtung,
ohne dich je berühren zu können,
so bleiben wir beide ewig ferne Schatten,
die als Abgötter durch Seen gleiten,
ohne auch nur das Wasser zu bemerken.

Das Einzige was zurückbleibt,
ist jener grauer sterbender Mond,
der verfaulend schon zu vergessen scheint,
dass seine Schatten einst in die Ferne griffen,
es ist jener ewig entzweite Mond,
der einfach am Firmament verbleiben will,
vergessend dass auch die Sonne herrscht,
wenn unsere Monde in der Dunkelheit versunken,
vollendend einen ewigen Kreislauf,
den der Graue zu brechen versuchte.

Doch es bleibt diese Disharmonie der Tod aller Monde.

---------------------------------------------------------------+

Siehst du nie was ewig war,
kannst du nie erkennen was gebrochen,
erkennst du keine Harmonien,
führen deine Hände nur das Scheitern,
verstehst du nie aller Fehler Anfang,
kannst du unmöglich Perfektion erreichen.

Doch was bleibt eigentlich mir?

Sonntag, 22. November 2009

Animalis

So brenne ich gen Erden,
heraus aus meinem Inneren,
gefoltert durch eine Hand,
die wohl meine Eigene ist,
selbst wenn ich sie verabscheue,
ist sie ein verfluchtes Bild meiner Seele,
die einfach in ihrer Abart gespalten,
gespalten wie Tag und Nacht.

So lauert es in mir,
immer bereit mich zu ergreifen,
meine Kehle leise zuzuschnüren,
geleitet von einer dunklen Gewalt,
die ich nicht begreifen kann oder will,
ist diese einfach alt und roh wie das Leben,
dass seit Anbeginn der Zeit auf Erden wandelt,
besitzt dieses Biest einfach nicht die Gabe,
meine alles umschließenden Gedanken zu begreifen,
sind diese doch der wahre Kern meiner Selbst,
fern jener lebenstreibenden Primitivität,
die in mir ihren Abgott gefunden hat.

So trete ich sie gen Grund,
labe mich an ihrem Leid,
gefesselt von einem Willen,
der wohl auch mein Ende wird,
wenn ich diesen Kampf gewinne,
ist es doch jene blutige Schlacht,
die mich von der Masse unterscheidet,
ist diese eben getrieben von Kreaturen,
die sie einfach nicht zu bemerken wagt,
sind sie auch noch so klein und ungereift.

Ich fordere den Tod,
wenn schon nicht meinen Eigenen,
dann den Tod eben jener Bestie,
ist diese gewachsen durch Krieg und Exil,
unterdrückt durch die Herrschaft meines Willens,
unterdrückt ohne auch nur seine eigene Existenz zu hinterfragen,
die es nun für die Bestie zu morden gilt,
giert diese danach mich zu richten wie ich bin,
will sie mich zerreißen mit ihren blutigen Klingen,
die nie einen tiefen Gedanken zu hören wagten,
gestärkt durch den Willen des Lebens,
welcher keinem Blinden verborgen bleibt.

So bin ich der Sehende,
ablehnend diesen alten Sinn,
der zweckloser noch als das Leben,
welches eben jenen zu verfolgen wagt,
einerseits bin ich das wahrliche Wissen,
sehend die Grenzen unserer Dimensionen,
entschlüsselnd all die verdammten Quellen,
welche verdorben durch ihre unbedeutende Art,
andererseits bin ich das irrationale Denken,
geleitet von einer weiteren Instanz,
die mich mit Macht zu erfüllen wagt,
mich kämpfen lässt für simple Dinge,
dessen Bedeutung nur zu existieren scheint,
um meinen Geist zu vervollständigen,
ihm eine dunkle Konsistenz zu geben,
die mich zu einem Wesen zu machen droht,
das alle blutigen Irrwege zu kennen wagt.

So ist es doch eben jener Teil,
der mich einfach nur zu schleifen wagt,
wagt meinem Wissen alte Wege zu zeigen,
die es ohne Hilfe nie zu sehen bereit wäre,
geleitet von den Qualen des Hasses,
getreten durch die Qualen der Liebe,
aber immer noch fern jener Existenz,
die als Bestie durch meine Seele tobt,
niederreißend meine klaren Gedanken.

Ihre Klauen umschließen meinen Hals,
doch meine Klauen durchbohren seine Brust,
seine Augen funkeln voller alter Gier,
so wie meine voller wissendem Hass,
sind wir beide doch bloß Kreaturen,
die geschaffen zu leben in einer Welt,
derer wir niemals Herr werden könnten,
obgleich ein Tod des anderen Leben bedeuten würde,
sind wir beide doch schon gefallen,
wissend das nur die Leere wartet,
sowohl an dem Ziel seiner alten Gier,
als auch an dem meiner verfluchten Gedanken.

Vielleicht lässt uns ja die Verdrängung weiterkämpfen,
benannt durch ihre ureigenste und reinste Form,
die geschaffen um dem Leben eine Stabilität zu geben,
die ich nicht zu rechtfertigen wagen möchte.


Die Hoffnung aller Ungewissheit.

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Nichts ist wirklich bestimmt,
nicht das geringste Schicksal,
wie sollte man also ausschließen,
was im Bereich der Wahrscheinlichkeit,
selbst wenn diese noch so verschwindend klein?

Niederwahrscheinlichkeit,
ich taufe dich Hoffnung.

Donnerstag, 19. November 2009

Kreuzzug der Flammen

Wir reisen durch die Flammen,
nie ein Ziel vor Augen gehabt,
nur zu beschreiten diese Reise,
nur zu brennen in jener Nacht,
weiterziehend mit tödlicher Freude,
ist diese geboren in dem Wissen,
dass wir nie ewig sein können,
feiernd in einer dunklen Schlacht,
sind wir doch für diese geschaffen,
fern aller Götter und Engelsbilder,
fern aller Gedanken der Angst.

Wir ziehen durch das ganze Land,
vergessend all unsere Schanden,
so dunkel sie auch in uns lauern,
die Schatten der Vergangenheit,
sollen diese unser Feuer nicht trüben,
mit dem wir kämpfen in kalter Pracht,
gezückt unsere rostigen Schwerter,
getränkt in den Blut aller Lügen,
wollten wir diese nicht mehr tragen,
auf Schultern längst vergangener Zeit,
die nie unsere sein konnte in den Jahren,
die voller Dummheit Lieder sangen.

Unser Kreuzzug bedeutet Feuer,
ist dieses die Wurzel allen Übels,
dass wir erwählt zu unserem Symbol,
zu unserer erdachten Gottheit,
zu rechtfertigen unser wildes Plündern,
das zieht von einem Dorf zum Anderen,
erfüllt mit unserem wilden Geiste,
der gieriger als ein tollwütiger Hund,
sich badend in der reinen Blutrunst,
angeführt von Misanthropie.

Nun höret unser Lied,
gegrölt wie tausend Donner,
singend von Sünde und Lust,
singend von der Verdorbenheit,
die unser höchstes Gebot in dieser Stund,
bis wir brennen in den Tiefen,
die erfüllt von vertrautem Duft,
den wir lachend einen Namen gaben.


Heimat.

--------------------------------------------------------+

Es gibt nichts zu bereuen,
also feiert bis zum jüngsten Tag,
feiert in eurer dunkelsten Stunde,
bis ihr taumelnd stürzt in euer Grab,
ohne auch nur ein Mal zu bedenken,
was nachher kommen mag.

Mittwoch, 18. November 2009

Schattengeist

Es ist dein Atem,
der mich rief aus den Tiefen,
mich zog aus meinem Grabe,
und nun erneut erweckt hat,
bleibt mein Geist auch benebelt,
spüre ich eine dunkle Energie,
die belebender noch als dunkelste Magie.

Mein Geist wird klarer,
langsam werde ich mir bewusst,
dass mein Leib wäre geblieben,
faulend in der unheiligen Erde,
in die ich mich selbst gebettet,
sollte sie dienen als Ort meine Unruhe,
hätte dein Geist diese Erde nie berührt,
hätte er nie seine Hände gebohrt in meine Hölle,
deren Pforte ich nie zu öffnen gewagt hätte.

So ist es deine Stimme,
die in mir einen neuen Puls weckt,
brennend wie ein wahres Inferno,
das in meiner Seele schon verglüht war,
mich erneut brennend zum Ritter,
der in schwarzer Rüstung marschiert,
begleitet durch meine schwarzen Schwingen,
die nun wiedergeboren alles zu richten wagen,
was deines Weges zu kreuzen droht.

In meiner linken trage ich eine Klinge,
schwarz und fesselnd wie die Nacht,
raubend all die verlorenen Seelen,
die deiner auch nur zu Nahe treten,
in meiner rechten trage ich eine Klinge,
weißer noch als reines Licht,
Symbol eines alten Eides,
der nun zur Reinkarnation ruft,
beseelt durch deinen Willen.

Du bist der Schattengeist,
dessen Tiefe die meine noch übertrifft,
du bist jene finstere Kreatur,
die niemand auch nur zu berühren wagt,
vollkommen und einzigartig in deiner Art,
geboren als reinster Kern eines schwarzen Kristalles,
dessen Blut in meiner Nacht ewig wird.

So kehre ich zurück in diese Welt,
obgleich du mich auch vergessen wirst,
bleibt mein Wille ungebrochen,
doch wie lange mag das wohl halten,
wenn dein Schatten erlischt?

Ich vermag nur zu raten.


-------------------------------------------------------+

Alles ist fern der Augen,
die nur blind zu wissen versuchen,
ohne auch nur nachzudenken,
alles rückt für diejenigen näher,
die wagen anders zu denken,
bis sie die andere Wahrheit sehen.

Dienstag, 17. November 2009

Fleisch zu Stein und Stein zu Staub

Meine Augen scheinen leer,
als wäre jeglich Feuer erloschen,
als gäbe es nichts mehr in diesem Leib,
den ich als meinen Eigenen kenne,
als wäre meine Seele einfach gestorben,
entrinnend meinem leblosen schlagenden Puls,
ignorierend mein schwarzes schlagendes Herz,
das so tief in meiner Brust zu ruhen scheint,
ist dieses ebenfalls verstummt in jener Sekunde.

So bleibt mein Verstand in diesem Leib,
unwissend welchen Weg er folgen soll,
unwissend ob er noch weiter gehen soll,
gar ob er überhaupt noch Nahrung bedarf,
nur um in einer grauen Welt weiterzuleben,
die ich niemals zu schaffen gewagt hätte,
ist sie es doch die mir nun ihre Leere schenkt,
nur um zu prüfen ob ich sie noch füllen kann,
ob aus meiner Tiefe ein Echo erhallt,
gewillt eine Schlacht zu kämpfen,
in der es doch schon keine Lebenden mehr gibt.

Mein Leib scheint starr,
abgestorben in seiner Funktion,
vermag ich nichts mehr zu fühlen,
ist meine Haut doch wie verfallen,
unfähig irgendetwas zu spüren,
mein Fleisch umschließend wie eine Fessel,
die ich nicht zu brechen vermag,
ist doch auch schon das Fleisch darunter taub,
unfähig sich weiter zu rühren,
nur einen Schritt zu tätigen,
sei dieser auch noch so wichtig.

So verbleibe ich hier,
gefallen in meiner Seele,
leblos wie eine Skulptur,
die einerseits kalt und starr,
aber andererseits noch nicht tot,
nicht spürend die eigene Haut,
nicht wahrnehmend den eigenen Leib,
ist dieser doch schon berstendes Gestein,
nur wartend auf den eigenen Verfall.

So umarme ich dich,
kalte Schwester der Melancholie,
dir flüsternd meinen letzten Wunsch,
den du mir noch nicht erfüllen willst,
wissend dass er sich selbst erfüllen wird,
wenn das Gestein nicht mehr vermag zu halten,
was schon lange den Leib verlassen hat.

Kannst du sehen wie der Stein zerfällt?

----------------------------------------------------------------+

Nicht alles was sich bewegen kann,
besitzt die Gabe auch leben zu dürfen,
ebenso wie nicht alles was still stehen bleibt,
die Gabe besitzt auch sterben zu dürfen.

Warnhinweis

Gewisse Personen,die sich nicht genügend mit der Materie auseinander gesetzt haben könnten diesen Weblog als satanistisch oder gewaltverherrlichend empfinden.Hiermit möchte ich noch einmal darauf hinweisen,dass dem nicht der Fall ist. Wer sich dennoch gefährdet fühlt soll bitte um seines eigenen Willen wegens diese Seite umgehend verlassen. Fehlinterpretationen könnten aufgrund mangelnden Wissens oder mangelnder Intelligenz bezogen auf lyrische Auswertung leicht entstehen. Deswegen noch ein Mal: Diese Seite ist weder gewaltverherrlichend noch satanistisch.Geschweigedenn mit solchen Seiten sympatisierend.

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